Krieg kennt kein Erbarmen – Andreas Ilch 24. Januar 2014

Buchvorstellung_KriegkenntkeinErbarmenIch war ein Scharfschütze und dennoch Mensch.
Ein Mensch, der – angetrieben von Idealen – unaufhaltsam vorwärts strebte, der Beste zu sein und dabei übersah, welche Werte an erster Stelle stehen sollten.
Wie ein wilder Bach stürzte ich mich in die roten Fluten, bis ich erkennen musste, dass ich letztendlich nicht mal ein leichtes Kräuseln in deren Strom verursachte. Ich kämpfte unerbittlich in einem unmenschlichen Krieg, bis mir bewusst wurde, wie viel Tod und Elend ich selbst verbreitete, bis mir Angst ums eigene Leben wurde, bis mich die Liebe zur Einsicht zwang. In der Masse gleichgültiger Kameraden, die mit ihrem Schicksal abgeschlossen hatten, raffte ich mich auf, um nicht von der roten Flut überrollt zu werden. In meiner Perfektion zu töten, opferte ich all meine Wertevorstellungen, wandte alles Gelernte an und setzte jegliche Wertemaßstäbe außer Kraft, nur von dem Gedanken beherrscht, zu überleben und zu Isabel zurück zu kehren.
Ich habe geopfert, um am Ende erkennen zu müssen,
dass alles umsonst war.

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Leseprobe

Erhältlich als gedruckte Ausgabe (ISBN: 978-1-627841-39-9)

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